Neuste Roboterstraßen, Hochzeiten am Fließband und Junioren aus Ingolstadt

Werksführung der WJ-Darmstadt bei der Audi AG in Ingolstadt

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Foto: WJDa

  Am 11.12.2014 waren die Wirtschaftsjunioren Darmstadt zu Gast bei der Audi AG in Ingolstadt. Nach einer 4-stündigen Autofahrt waren wir endlich in Ingolstadt angekommen und sehr gespannt, was uns im Rahmen der Werksführung durch die Produktion und Endmontage des Audi A3 erwarten wird. Da einige Wirtschaftsjunioren aus Darmstadt kurzfristig verhindert waren, luden wir kurzerhand noch die Wirtschaftsjunioren Ingolstadt ein, die uns als regional vertretenen Kreis bei der Besichtigung begleiteten. Dieser exklusive Teilnehmerkreis sollte sich später bei der Führung als sehr vorteilhaft erweisen. Nach einem kurzen Film über die Audi AG, deren weltweite Standorte, Produkte und im speziellen dem Standort in Ingolstadt wurden wir mit Kopfhörern ausgestatten und fuhren mit den werkseigenen Bussen zur Fertigungslinie für Karosseriebauteile des Audi A3. Hier konnten wir uns zunächst von den neusten Leichtbautechnologien der Automobilindustrie überzeugen, ehe wir die Produktionshalle mit samt der mehreren kilometerlangen Robotertransferstraßen betraten. Da die Fertigungslinie erst 2013 fertig gestellt wurde, bot sich ein sagenhafter Anblick neuster Fertigungstechnologie und bester Arbeitsbedingungen für Mensch und Maschinen.

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Insgesamt 800 Roboter zum schweißen, kleben, schleifen, lackieren und fügen von Blechteilen tragen im Werk Ingolstadt dazu bei, dass ca. 2500 fertige Fahrzeuge am Tag die Werkshallen verlassen. Im Anschluss an die Besichtigung der Produktion ging es mit dem Bus am Presswerk vorbei zur Endmontage. Während in der Produktion nur sehr wenige Mitarbeiter und umso mehr Roboter das Geschehen beherrschten, bot sich nun ein ganz anderes Bild. Auf modernsten Montagelinien arbeiten mehrere hundert Mitarbeiter an der Montage der einzelnen Komponenten und Baugruppen, die in ihrer Gesamtheit zu einem Mittelklassewagen höchster Qualität verarbeitet werden. Besonders stolz ist die Audi AG in diesem Zusammenhang über das Audi Produktionssystem (APS), welches kontinuierliche Verbesserungsprozesse zum Grundsatz hat. Hierbei sind alle Mitarbeiter aufgefordert, den eigenen Arbeitsplatz sowie die Arbeitsprozesse stetig durch Verbesserungsvorschläge weiter zu verbessern. Vorbei an der „Hochzeit“ (dem Zusammenfügen von Karosserie und Fahrwerk) ging es für uns zur Sitz, Räder und Türmontage. Am Ende des Montagebandes konnten wir beim erstmaligen Start der Fahrzeuge miterleben, was es bedeutet ein Auto zu leben zu erwecken. Anschließend ging es vorbei an zukunftsweisenden Konzeptcars zurück zum Bus, welcher uns wieder zum Ausgangspunkt der Führung brachte. Hier bot sich für uns nun die Möglichkeit, dass Museum zu besichtigen und selbst Platz zu nehmen in einem der Sportboliden.

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Das Museum hält auf insgesamt vier Etagen die gesamte Historie der Marke von Gründung bis zum Jahr 2014 bereit und ist in jedem Fall sehr zu empfehlen. Hier können Rennsporterfolge aus vergangenen Tagen nachempfunden werden und der Mythos Audi ist förmlich in der Luft greifbar. Beim Verlassen des Museums auf dem Weg zu den Werkstoren kamen wir unweigerlich an der Neufahrzeugabholung vorbei, bei der sich der ein oder andere gerne für den Rückweg einen der Wagen mit den obligatorischen vier Ringen auf dem Kühlergrill mitgenommen hätte. Auch so kamen wir am späten Abend nach einem hochinteressanten und anstrengenden Tag wieder in Darmstadt an und freuen uns bereits auf das nächste Jahr, wo wir nach Möglichkeit eine weitere Marke des VW-Konzernes besichtigen möchten. Ziel ist dann Porsche, doch bis dahin wird erst einmal das Sparschwein gefüllt.