DarmstadtLeben – Projekt Ernst-Elias-Niebergall-Schule

Schulessen an der Niebergall-Schule ist gesichert

Wirtschaftsjunioren Darmstadt: Für eine Problemlösung braucht es manchmal nur eine andere Perspektive

Darmstadt, 26. November 2012. In der Schulküche dampften bereits Braten, Knödel und Rotkohl, während in der Aula am freundlich gedeckten Tisch die Leiterinnen der Ernst-Elias-Niebergall-Schule, der Vorstand sowie Mitglieder der Wirtschaftsjunioren (WJ) Darmstadt, Mitarbeiter von Hofmann Menü und der Darmstädter Bürgermeister Rafael Reißer Platz nahmen. Ein leckeres Menü als Probeessen, das über die Zukunft der Mittagessensversorgung der Darmstädter Schule für Kinder mit Lernschwäche entschied. Mit Erfolg! „Wir bedanken uns bei allen Projektbeteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit und vor allem für die quer gedachten Ideen, wie die Mittagessensituation an unserer Schule gerettet werden kann“, lobte Schulleiterin Jutta Walter zu Beginn. Sie hatte sich 2011 mit dem Wunsch um Hilfe an „DarmstadtLeben“ gewendet, eine Initiative der WJ Darmstadt, die durch bürgerschaftliches Engagement Probleme der Stadt lösen will. Zu diesem Zeitpunkt brach für die Schule zunächst durch die Einführung des staatlichen Bildungspakets die finanzielle Unterstützung einer Stiftung und das später geregelte Mittagessen für die Kinder weg. Die Wirtschaftsjunioren suchten nach einem möglichen Ausweg und fanden im baden-württembergischen Unternehmen Hofmann Menü einen Projektpartner.

Das Engagement hat sich gelohnt

„Als wir ‚DarmstadtLeben‘ initiierten war das Interesse der Darmstädter Öffentlichkeit recht groß. Es wurden einige Probleme gemeldet, die ausgewertet wurden. Wir haben uns dann für die Niebergall-Schule entschieden“, sagte Wolfgang Brunner, Leiter des Projekts der Wirtschaftsjunioren, rückblickend. Manchmal brauche es keines großen Aufwands, um ein Problem zu lösen. Die Sicherung der Mittagessensversorgung gelang durch wenige konstruktive Gespräche mit der Schulleitung, einer Idee und letztlich der Vermittlung zu einem für die Schule passenden Partner. „Im Hinblick auf die Schüler, die jetzt wieder zu einem für sie verträglichen Preis gemeinsam Mittagessen können, hat sich das Engagement in jedem Fall gelohnt.“

Auch Rafael Reißer beglückwünschte die Projektpartner zu diesen Erfolg und erläuterte kurz die Schul- und Betreuungssituation der Stadt. Dieter Vogt, Gebietsleiter bei Hofmann Menü, erklärte, dass sich die Verpflegung an der Zielgruppe orientiert. „Bei Kindern richten wir uns nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.“ Für die frische Zubereitung vor Ort hat Hofmann Menü der Schule einen Konvektomaten zur Verfügung gestellt – zunächst kostenlos für das kommende halbe Jahr. Katja Deutsch vom Sozialkritischen Arbeitskreis Darmstadt e.V. wurde in die Technik dieses Kombidämpfers eingeführt. Sie wird künftig den Schülern das Essen zubereiten und ausgeben. Ein Neuling ist sie darin nicht. Sie hat bereits zuvor drei Jahre in der Georg-Büchner-Schule Kinder mittags mit Essen versorgt.

Etwa eine Stunde später nahmen dann die Kinder Platz. Das Essen hat ihnen sichtlich geschmeckt. Die Zukunft der Mitttagessensversorgung in der Ernst-Elias-Niebergall-Schule ist nun erst einmal gerettet. „Es ist nicht nur wichtig, dass die Schüler mit dem Mittagessen ein primäres Bedürfnis stillen können, sondern bei der Mahlzeit auch eine soziale Gemeinschaft erleben“, sagt Wolfgang Brunner.