Delegationsreise der WJ Darmstadt- Südhessen in die elektronische Zukunft

Ja, eigentlich kann jeder elektronischer Resident, also ein elektronisch Ortsansässiger, in Estland sein. Unternehmer Christoph Huebner hatte dies bei einem Treffen der Wirtschafjunioren (WJ) Darmstadt- Südhessen im HUB31 vorgestellt. Er erzählte in Darmstadt auch vom Gründer-Geist und der umfassenden Digitalisierung im Land. Dies war sechs Monate später, im September diesen Jahres, der Anlass für die WJ, sich vor Ort in Tallinn ein Bild von der elektronischen Speerspitze Europas zu machen., Sie wollten ein Gefühl dafür bekommen, was digital bereits heute möglich ist: zum Beispiel für 100 Euro sich als „e-resident“ in Estland (https://e-resident.gov.ee/ )anzumelden und alle elektronischen Dienstleistungen des Staates in Anspruch zu nehmen – inklusive einer online-Firmengründung in Rekordzeit (ca. 30 Minuten).

Cyber-Sicherheit voraus

Erste Station war die NATO-Denkfabrik CCDCOE (Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence; https://ccdcoe.org/). Sie ist keine militärische Kommandobehörde, sondern analysiert informationstechnische Sicherheitsbedrohungen, berät Mitgliedsstaaten und organisiert Übungen zur Gefahrenabwehr im Netz. Hier nutzt die NATO im CCDCOE die Expertise von Militärs aus über 20 Ländern, weswegen auch der Deutsche Oberstleutnant Lantenhammer stellvertretender Direktor der Einrichtung ist und das Briefing für die Gruppe aus Darmstadt macht.

Start-Up-Szene äußerst lebendig

Nächste Station ist das Gründerzentrum „Lift 99“ (https://www.lift99.co/), in dem die Gruppe Christoph Huebner trifft. Der Unternehmer und selbst ernannter „Perpetual Traveller“  (ewig Reisender) nutzt verschiedene Co-Working-Angebote in Tallinn. Wichtig ist ihm hier der Austausch mit anderen Ideen und die Impulse, die er im Gespräch mit estnischen Gründern bekommt. An der so genannten „Wall of Fame“ findet sich ein Unternehmen wie „Skype“, das das an diesem Ort seine ersten Schritte gemacht hat. Aber auch in anderen Gründerzentren treffen wir agile, aktive Gründer, die in der kreativen Atmosphäre ihre Ideen diskutieren und aus den vielzähligen Kontakten Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen.

Einhörner jagen

Die “Jagd nach Einhörnern“ ist auch Thema im Tehnopol Startup Incubator (https://www.tehnopol.ee/en/startup-incubator/), dem Gründercampus nahe der technischen Universität von Tallinn. „Einhörner“ sind Start-ups, die sich extrem positiv entwickeln und dann von Investoren aufgekauft werden. Paradebeispiel ist „Skype“, das an Microsoft verkauft wurde, was die  neuen Logos am Gebäude zeigen – allein die Straßenbeschilderung weist überall noch Skype aus… Zweites Beispiel ist der Lieferservice „STARSHIP“ (https://www.starship.xyz/), dessen sechsrädrige autonome Lieferroboter in verschiedene Viertel in Tallinn  auf dem Bürgersteig anzutreffen sind. Wer es mit seinem Unternehmen geschafft hat und mit seinem Auszug aus dem Gründerprogramm dokumentiert, auf eigenen Beinen stehen zu können, wird vom Tehnopol Startup Incubator mit dem goldenen Hockeyschläger ausgezeichnet. „Die Krümmung des Schlägers weist dieselbe steil aufsteigende Kurve auf, wie die prognostizierte Entwicklung der Start-ups in deren ersten Bewerbungs-Präsentationen für das Start-up-Programm – also sehr optimistisch“, erklärt uns Kadri Tammai, Head of Marketing and Communication.

Der Besuch des Films „Chasing Unicorns (Ükssarvik)“ (Einhörner jagen) ist ein Höhepunkt der Reise, beschreibt er doch mit einem Augenzwinkern die Höhen und Tiefen eines Gründerlebens und die Jagd auf Investoren und den Wettstreit um Gründer. An einem der folgenden Tage treffen wir den Hauptdarsteller Henrik Kalmet zufällig beim Essen und er berichtet, dass der Film eigentlich eine Komödie sein sollte, er aber leider, laut Aussage vieler Gründer, doch sehr nahe an der Realität den Hype um die „Unicorns“ widerspiegelt.

Mind Set progressiv

Auffallend ist die bereits geschilderte Diskussionskultur der Gründerszene: Jeder Anlass für die Kontaktanbahnung wird genutzt, kein Gespräch wird gescheut – national und international -, der Netzwerkgedanke ist bei jedem Gesprächstermin spürbar: „Es könnte ja etwas interessantes für meine Arbeit dabei sein“, so einer der Gründer im Co-Working-Space einer ehemaligen Papierfabrik. Diese energiegeladene  Aufbruchstimmung, den Willen zur Gestaltungnimmt man allerorts wahr: Kaum Bodenschätze und nur wenig maschinelle Produktion, jedoch Industriebrachen die zu Kreativzentren werden und am Ende funktioniert auch das „Nebenher“ von alt und neu, kommt sich nicht in die Quere. Und: Man ist stolz, auf den zukunftsweisenden Grad der Digitalisierung, den die Gesellschaft erreicht hat.

Digitalisierung führend

„Freiwilligkeit ist hier der falsche Ansatz“, sind sich unsere Gesprächspartner bei Enterprise Estonia (https://www.eas.ee/ ) einig. Wer Digitalisierung will, muss sie verpflichtend machen, sonst setzt sie sich nicht durch. Mit der obligatorischen Identifikationskarte können die Esten nicht nur ihre Stimme bei den Wahlen abgeben, sondern  haben auch  Zugang zu allen staatlichen Leistungen und können sowohl Bankgeschäfte, als auch die Steuererklärung online machen. Auch das Gesundheitswesen ist digitalisiert. Mit seiner  Identifikationskarte kann der Patient die vom Arzt verschriebenen Medikamente in jeder Apotheke abholen. Lediglich heiraten, sich scheiden lassen und der Erwerb von Immobilien müssen persönlich erfolgen. Zumindest bei den ersten beiden Vorgängen scheint das auch weiterhin eine angemessene Lösung.
Sicherheitsfragen lösen die Esten mit „X-Road“( https://e-estonia.com/solutions/interoperability-services/x-road/), Blockchaintechnik und einem zweistufigen Passwortsystem. Der Vorteil: Alle Daten sind nur einmal – allerdings dezentral – vorhanden und werden je nach Zugriffsrecht zusammengeführt. Jeder Zugriff ist erfasst und für den Bürger einsehbar. Jeder Missbrauch wird strengstens geahndet, was das subjektive Sicherheits-/Datenschutzbedürfnis der Bürger zufriedenstellt.

Autonomes Fahren

„Schmankerl am Rande“ war die Fahrt mit dem autonomen Bus, der im Kadrioru Park seine Runden dreht. Acht Sitzplätze stehen für die zehnminütige Tour, vorbei am Präsidentenpalast, zur Verfügung.  Nach Straßenverkehrsordnung muss ein „Fahrer“ an Bord sein. Der greift in der Regel nicht ins Fahrgeschehen ein. Lediglich an einem Stop-Schild an einem vielbefahrenen Kreisverkehr gibt er das Signal zur Weiterfahrt – noch. „Wir sammeln hier interessante Daten über Nutzerverhalten, Verkehrsverhalten von Fahrzeugen und Passanten“, so der offizielle Begleiter im Bus, dessen eigentliche Funktion es ist, die vielen Fragen der Mitfahrenden zu beantworten. Die Verkehrssituation meistert der Bus alleine, so auch als vor ihm eine Großmutter mit Enkel noch schnell den Zebrastreifen überqueren.

Die WJ Darmstadt haben in Tallinn nicht nur Einhörner gesehen, sondern auch viele Eindrücke von der elektronischen Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen

Einigung im Kleinklein statt Visionen für Darmstadt und Südhessen

Die Freude über den Koalitionsvertrag hält sich bei den Darmstädter Jungunternehmern in Grenzen

Darmstadt, 09.02.2018. Die Wirtschaftsjunioren Darmstadt-Südhessen sind erleichtert, dass nach einem zähen Prozess nun doch eine Regierung zustande kommt.

Leider ist der verhandelte Koalitionsvertrag kein „großer Wurf“. Es fehlen die Visionen für ein zukunftsfähiges und digitales Deutschland. Die Parteien verlieren sich im Kleinklein, ein Signal für die junge Wirtschaft bleibt aus.

Wichtige Zukunftsfragen wie die Gestaltung der Rente werden vertagt. Stattdessen verteilt man Geschenke zu Lasten der jungen Generation mit Maßnahmen, die aus unserer Sicht wenig durchdacht sind. Man gewinnt den Eindruck, am Ende haben sich die Verhandler die Hände gerieben, da die Wirtschaft erneut für die Kosten der Wahlversprechen aufkommen soll. Keine Frage, grundsätzlich teilen wir die Ansicht, dass jedes Unternehmen und jeder Selbstständige seinen Beitrag am Sozial- und Steuersystem zu leisten hat. Doch hätte man erwarten können, dass der aktuelle positive konjunkturelle Lauf gestützt und mit geeigneten Maßnahmen für die Zukunft fit gemacht wird.
Die Wirtschaftsjunioren fragen sich auch, warum nicht mehr in zukunftsorientierte Infrastruktur investiert werden soll und das besondere Augenmerk auf kleine, dynamische Unternehmen ausgeblieben ist? Stattdessen stellen wir besorgt fest: Förderung der old economy in Konzernen und Bürokratie allenthalben. Als Wirtschaftsjunioren Darmstadt-Südhessen fordern wir daher endlich ein Umdenken der Politik und ein Ende der Orientierung an bismarckschen Sichtweisen. Es darf nicht sein, dass der Klein- und Mittelstand, also der klassische Handwerksbetrieb, Dienstleister und Produktionsbetrieb, wie sie gerade in Südhessen an jeder Ecke zu finden sind, weiter eingeschränkt und benachteiligt wird. Diese Unternehmen – das sind immerhin mehr als 80 Prozent der südhessischen Betriebe- bzw. deren Inhaber haben sehr wohl ein Gespür für Soziales und den Umgang mit Ihren Mitarbeitern – jenseits von politischen Vorgaben.

Anstatt also Wahlgeschenke zu verteilen und erneut auf die Falschen einzuschlagen sollte die Politik endlich realistische Anreize setzen, um auch Unternehmensnachfolge und Gründungen im Klein- und Mittelstand zu fördern. Auch wären dringend Änderungen in den Steuerregelungen notwendig. Nicht um Steuern abzuschaffen, sondern um den Weg hin zu einer zeitgemäßen Regelung zu ebnen und altbackene Paragraphen zu aktualisieren. Wir brauchen eine realistische Politik und kein Legislatur-Denken, denn es geht um unsere Zukunft.

Pirita Huotari (WJ Darmstadt) berichtet von Ihrer Teilnahme an der diesjährigen Nationalkonferenz in Belgien:

Amazing, amazing, amazing! That is all I can say after visiting Belgian National conference in Gent 2017. Even though I have participated to about 24 national and international conferences throughout my JCI-career, this one definitely goes straight to TOP-3. Weiterlesen

Junioren aus Darmstadt nehmen am Training Day in der Wirtschaftsjunioren Offenbach teil.

Ob Designthinking, Markenentwicklung, Verkaufsgespräche, Konfliktmanagement, effektive Kommunikation oder Schlagfertigkeitstraining – das vielfältige Programm des Training Day in Offenbach lies mit insgesamt 17 Seminaren keine Wünsche offen. Sechs Darmstädter Junioren und Gäste nutzten ihr individuelles Programm für die Weiterbildung und gestalteten Seminare als Teilnehmer und Trainer aktiv mit. Ein Tag für Weiterbildung und Netzwerk – wir freuen uns auf die Neuauflage im nächsten Jahr.

X-mas Networking – Feliz Natal @Adega Alentejana

Dieses Jahr heißt es „Feliz Natal“ auf unserer WJ-Weihnachtsfeier!

Es erwarten uns portugiesische Spezialitäten & Paella sowie Moscatel & Sherry in der warmherzigen Atmosphäre des Restaurant Adega Alentejana.

Zur späteren Stunde ist ein Ausklang in der Whisky Bar des Restaurants denkbar (Selbstzahlerbasis). Die Bar wurde drei Jahre in Folge als Germany’s Top Whisky Bar ausgezeichnet.

Wir bitten bis zum 01.12.2017 um Deine Anmeldung in unserem Webportal oder per E-Mail an unsere Geschäftsstelle (info@wj-darmstadt.de).

Für die Teilnahme berechnen wir einen Kostenbetrag in Höhe von 29,00 €.
Nach der erfolgreichen Anmeldung erhältst Du eine Rechnung per E-Mail.

Wir freuen uns auf einen stimmungsvollen Abend mit Dir.

Herzliche Juniorengrüße

Andreas, Christiane, Pirita & Katja
Vorstand 2017

Die Wirtschaftsjunioren packen ihre Koffer, um sich ein eigenes Bild vom anstehenden Brexit und seinen Folgen zu verschaffen.

Vom 01. bis zum 03. März 2018 reisen wir in die britische Hauptstadt, tauschen uns mit Vertretern von Verbänden und der Wirtschaft aus und besuchen Unternehmen vor Ort. Bei einem geplanten Treffen mit den Mitgliedern von JCI London bekommen wir sicherlich einen exklusiven Einblick in das Seelenleben der Inselbewohner.

Die Details des Programms sind noch nicht final ausgearbeitet, weshalb wir gerne weitere Anregungen entgegen nehmen.

Möchtest Du mit uns reisen? Dann schreibe bis 18.12.2017 (Anmeldeschluss) einfach eine kurze E-Mail an die Geschäftsstelle (info@wj-darmstadt.de).

Sichere Dir ein günstiges Ticket aus unserer Blockbuchung!

Eine grandiose Bundeskonferenz 2017 in Köln liegt gerade hinter uns, da haben wir bereits die Planungen für die BUKO 2018 in Augburg im Blick. Selbstverständlich werden die Darmstädter Junioren auch in Augsburg mit einer stattlichen Delegation vertreten sein – das erforderliche Kartenkontingent hat der Vorstand für unsere Mitglieder und Fördermitglieder bereits reserviert.

Die BUKO-Website (www.buko-augsburg.de) ist online und macht Lust auf die Teilnahme im kommenden Jahr. Vom 13. bis 16. September 2018 stellt sich die Wirtschaft rund um die Fuggerstadt vor, werden die Junioren interesssante Workshops und Vorträge anbieten sowie viel Raum fürs Netzwerken und Feiern einplanen.

Für die Reservierung einer Konferenzkarte aus unserem Kontingent (319,-€), schreibe eine kurze Nachricht an die Geschäftsstelle (info@wj-darmstadt.de).

Zur Einstimmung hat das Orgateam aus Augsburg ein erstes Video veröffentlicht, dass wir Euch nicht vorenthalten möchten:

Die Zusammenarbeit mit der Jugendorganisation des hessischen Marketingclubs (MC) Südhessen wurde kürzlich im Rahmen der MC-Veranstaltung bei HEAG mobilo bekannt gegeben. Weiterlesen

Die Zusammenarbeit mit der Jugendorganisation des hessischen Marketingclubs (MC) Südhessen wurde im Rahmen der MC-Veranstaltung bei HEAG mobilo bekannt gegeben.  Das Schmieden gemeinsamer Ideen und die Weiterentwicklung der Softskills von südhessischen Junioren wird durch die wechselseitige Teilnahme an Veranstaltungen ermöglicht. Ziel ist u.a. die Ausrichtung gemeinsamer Veranstaltungen und die Vernetzung der jungen Wirtschaft in Südhessen.

Kick-Off bei HEAG mobilo

Nostalgisch und stimmungsvoll im Datterich Express reisten die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Pirat Huotari und Past President Katja Riedel zur Vortragsveranstaltung „Flexibel unterwegs -Wirtschaftsmotor Nahverkehr“ des Marketingclub Südhessen an. Neben der Bekanntgabe der Kooperation mit den JuMPs gab uns Silke Rautenberg, Leiterin der Unternehmenskommunikation, einen Einblick in aktuelle Zahlen der HEAG mobilo und einen Ausblick in die elektromobile Zukunft des ÖPNV in Darmstadt.

Das Büro von Sonja Schlösser liegt in einer Seitenstraße im Stadtteil Bastille. Es war das erste Ziel der Parisreise der Wirtschaftsjunioren Darmstadt-Südhessen am 2. und 3. März 2017. Sonja Schlösser war Wirtschaftsjuniorin in Darmstadt, hat bei einem JCI-Kongress in Barcelona ihren Mann kennengelernt und lebt mit ihm und ihren zwei Töchtern im Osten von Paris. Sie war Präsidentin der JCI Paris und leitet mit einer Partnerin ein Architektturbüro, das auf deutsch-französische Projekte spezialisiert ist. Damit war die Agenda des Nachmittags gesetzt. Besonders die interkulturellen Unterschiede waren Thema des Gesprächs. Nach dem Eindruck von Sonja Schlösser unterscheiden sich Deutschland und Frankreich grundlegend. Es war ein interessanter Austausch, der den Mitreisenden sehr deutlich gemacht hat, wie unterschiedlich Haltungen und Geschäfte sind, trotz der Nachbarschaft und des gemeinsamen Binnenmarktes.

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