Was bedeutet der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union für die Wirtschaft vor Ort und in Südhessen? Mit dieser Frage im Gepäck traten neun Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Darmstadt-Südhessen ihre jährliche Unternehmerreise an. Ihr Ziel: Das britische Finanzzentrum London.

„Die Unternehmerreise nach London war eine tolle Erfahrung, die ich so nur mit den Wirtschaftsjunioren erleben kann“, sagt Andreas Schulte, Kreissprecher der WJ Darmstadt-Südhessen. Gemeinsam mit acht weiteren Mitgliedern ist er Anfang März für drei Tage in die britische Hauptstadt geflogen. „Unser Kreis veranstaltet jedes Jahr eine spannende Reise ins Ausland. Damit ermöglichen wir unseren Mitgliedern exklusive Einblicke in die verschiedenen Bereiche globaler Wirtschaft und Politik“, erklärt der 34-Jährige. In London standen sowohl Unternehmensbesuche als auch ein Treffen mit Mitgliedern der dortigen JCI auf dem Programm. „Wir haben viele interessante Gespräche geführt und konnten uns ein umfassendes Bild von der Brexit-Stimmung vor Ort machen“, sagt Andreas Schulte.

Blick hinter die Kulissen

Wie britische Unternehmen dem Brexit gegenüberstehen erfuhren die Hessen unter anderem bei ihrem Besuch der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer, von BASF Metals und der Londoner Niederlassung der HELABA. „Alle Geschäftspartner waren sehr offen und haben uns einen vielseitigen Blick hinter ihre Kulissen gewährt. Daher kann ich den Brexit nun aus einer anderen Perspektive sehen. Das war definitiv ein Highlight meiner Reise“, sagt Andreas Schulte. Zudem ging es für die Gruppe ins Start-up- und Gründerzentrum Makerversity. „Bei der Führung durch die Büros, Werkstätten und Labore haben wir innovative Gründer kennengelernt und uns ausgiebig über die Gründungskultur in unseren Ländern ausgetauscht“, erzählt Andreas Schulte begeistert. „Das war spannend, denn wir sind vor Kurzem auch in ein Gründerzentrum gezogen.“

Da Netzwerken im Darmstädter Kreis großgeschrieben wird, trafen sich die Hessen auch mit Mitgliedern der JCI London. Andreas Schulte nahm an ihrer 65-Jahr-Feier teil und organisierte mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Drew Cornies eine private Stadtführung. Auch hier war der Brexit Thema. „Die Älteren sehen ihn eher positiv, wenn auch nicht euphorisch. Die Jüngeren sind wenig erfreut. Für sie sind Visa-Pflichten oder Zollgrenzen kaum vorstellbar“, fasst Andreas Schulte zusammen. Er würde es bedauern, wenn der Brexit den Austausch erschweren würde. Denn das Schönste an der Reise sei für ihn das lebendige WJ-Netzwerk gewesen. „Da uns international nahezu die gleichen Werte verbinden, macht es immer Spaß, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam Erfahrungen zu sammeln.“

Die Wirtschaftsjunioren packen ihre Koffer, um sich ein eigenes Bild vom anstehenden Brexit und seinen Folgen zu verschaffen.

Vom 01. bis zum 03. März 2018 reisen wir in die britische Hauptstadt, tauschen uns mit Vertretern von Verbänden und der Wirtschaft aus und besuchen Unternehmen vor Ort. Bei einem geplanten Treffen mit den Mitgliedern von JCI London bekommen wir sicherlich einen exklusiven Einblick in das Seelenleben der Inselbewohner.

Die Details des Programms sind noch nicht final ausgearbeitet, weshalb wir gerne weitere Anregungen entgegen nehmen.

Möchtest Du mit uns reisen? Dann schreibe bis 18.12.2017 (Anmeldeschluss) einfach eine kurze E-Mail an die Geschäftsstelle (info@wj-darmstadt.de).